Wie uns »Candida« krank macht


Tatort "Darm"

Candida, ein Hefepilz, ist an sich nicht schlecht, aber wenn er nicht in Schach gehalten wird und ungehindert im Darm wuchert, schädigt er die Darmwand. Dann kann er zusammen mit anderen Mikroben aus dem Darmtrakt in den Körper wandern und sich überall verbreiten, genährt vom Zucker und geschädigten Zellen, die ebenfalls ins Blut gelangen. Das Immunsystem reagiert auf Candida (und auf Gluten, das ein ähnliches Protein aufweist) – was ja auch erwünscht ist; es bekämpft eindringende Erreger, die im Blut nichts zu suchen haben.

Große Moleküle, die vorher die Darmwand nicht durchdringen konnten, beispielsweise Bakterien, unverdaute Eiweiße oder unverdaute Zucker, können jetzt aus dem Darm sickern. Diese Antigene gelangen in den Blutstrom, wo sie das Immunsystem als Fremdlinge identifiziert. Es bildet Antikörper gegen diese Antigene und wenn es später erneut damit konfrontiert wird, antwortet es mit Entzündung, chronischer Müdigkeit, Herzinsuffizienz und Zöliakie.

Durchlässiger Darm und Autoimmunerkrankungen

Das Immunsystem attackiert nicht einfach den eigenen Körper, wie viele Schulmediziner glauben. Wenn der Körper von allen möglichen Darmmikroben und anderen schädlichen Antigenen übersät ist, die eigentlich in den Darm gehören (und Candida ist normalerweise die häufigste davon), aber auch von Zucker, der diesen Mikroben als Nahrung dient, oder von Eiweißen, die als fremd erkannt werden, weil sie nicht verdaut sind, greift sich der Körper scheinbar selbst an, wenn er in Wirklichkeit gegen diese fremden Eindringlinge vorgeht.

Durchdringen infektiöse oder toxische Partikel die Darmwand, lösen sie eine Lawine von Reaktionen aus, an deren Ende verschiedene Krankheiten stehen. Candida und andere Mikroorganismen, die wir für »schlecht« halten, wirken pathogen oder infektiös und bringen dem Wirtsorganismus Beschwerden oder Krankheiten. Auch eine nützliche Darmflora kann zum Krankheitsauslöser werden, wenn der Darm aus dem Gleichgewicht gerät.

Die infektiösen Bakterien oder Pilze ernähren sich von Zuckern und zerfallenden Zellen. Je leichter wir es diesen symbiotischen Mikroorganismen machen, zu Krankheitserregern zu werden, desto schneller geraten sie außer Kontrolle.

Bei durchlässigem Darm kann sich eine Infektion an jeder dafür anfälligen Stelle des Körpers verbreiten. Deshalb können sich zum Beispiel alte Verletzungen wieder entzünden. Die Infektion beginnt überall, wo es Nahrung gibt. Narbengewebe und anderes geschädigtes Gewebe liefert opportunistischen infektiösen Mikroben wie Candida und vielen anderen Parasiten ausreichend Nahrung. In einem vergifteten Organ finden sich gereizte, geschädigte und verfallende Zellen, von denen sich diese Mikroben ernähren können. Je geschädigter der Körper, desto einfacher kann sich eine Infektion darin festsetzen. Was der Darm durchlässt, wo er etwas durchlässt und welcher Ort im Körper am meisten anfällig für eine Infektion ist – all das spielt eine Rolle bei der Definition der Symptome einer Autoimmunerkrankung.

Einen durchlässigen Darm heilen

Die Heilung des Darms kann durch Ergänzungsmittel, die Candida und andere Parasiten töten, beschleunigt (aber nicht ersetzt) werden. Sinnvoll sind auch starke Probiotika, denen die Magensäure nichts anhaben kann, sodass sie im Darm wirken. Die nützlichen Bakterien in den meisten Probiotika und fermentierten Lebensmitteln sind aber zu schwach, um die Magensäure zu überleben.

Die Beschwerden einer Autoimmunerkrankung werden zumeist sehr schnell gemindert oder ganz beseitigt, wenn Candida unter Kontrolle gebracht wird und der Darm zu heilen beginnt. Allerdings kann es Monate dauern, bis die Darmwand wieder geheilt ist, und Candida-Sporen können an Orten überleben, die antimikrobielle Substanzen und unser Immunsystem nicht erreichen. Deshalb sollte unbedingt eine strikte Diät eingehalten werden und nach jeder Süßigkeit, sogar nach einem selbstgemachten gesunden Frucht-Smoothie, ein Salat oder ein Ergänzungsmittel für einen gesunden Darm eingenommen werden.

Fazit

Wenn Sie an einer Autoimmunerkrankung oder einer chronischen Krankheit leiden, wenn Sie häufig von Infektionen geplagt werden oder bei einem schwachen Immunsystem, leiden Sie möglicherweise an einem durchlässigen Darm, auch wenn keine Verdauungsstörungen auftreten. Konzentrieren Sie sich also auf den Darm. Da dort 80 Prozent des Immunsystems angesiedelt sind, ist es schon allein deshalb wichtig, als Erstes für einen gesunden Darm zu sorgen. Ist erst der Darm geheilt, kann auch der übrige Körper heilen.

Quellen:

organiclifestylemagazine.com

organiclifestylemagazine.com

organiclifestylemagazine.com

bodyecology.com

naturalnews.com

denvernaturopathic.com

candidaplan.com

nih.gov

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